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Der Fall Lisa

© Foto: picturealliance / dpa

 

Berlin-Marzahn, 11. Januar 2016. Deutschland steckt mitten in der Flüchtlingskrise. Da verschwindet auf dem Weg zur Schule die 13-jährige Lisa F. Ihre deutsch-russischen Eltern melden sie als vermisst. Der Berliner Korrespondent des russischen Staatssenders „Channel One Russia“ berichtet am 16. Januar: „In Deutschland vergewaltigen Migranten Minderjährige. Die Behörden tun nichts, die Täter werden nicht bestraft.“ Weiter heißt es in dem Bericht, das Mädchen sei in ein Auto gelockt, in eine Wohnung verschleppt und dort 24 Stunden lang misshandelt und vergewaltigt worden. Die Falschmeldung verbreitet sich im Netz wie ein Lauffeuer. Hunderte Russlanddeutsche demonstrieren vor dem Kanzleramt, die Flüchtlingsunterkunft gegenüber Lisas Schule wird angegriffen. Es kommt zu diplomatischen Spannungen mit Russland. Außenminister Sergej Lawrow wirft den deutschen Behörden vor, „die Wirklichkeit aus innenpolitischen Beweggründen politisch korrekt zu übertünchen“. Dabei war Lisa nur die Nacht über bei einem Freund geblieben, weil sie Schulprobleme hatte und sich nicht nach Hause traute. Das rekonstruierte die Polizei später aus den Mobilfunkdaten der Schülerin.

 

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