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Grafik von Verbindungen zwischen Internetnutzern

Grafik: Kencf0618 / commons.wikimedia

 

Stammesdenken digital. Es ist eine wichtige Aufgabe des klassischen Journalismus, die Welt möglichst objektiv zu beschreiben. Die  Interessen der soziale Netzwerke sind andere. Sie wollen ihren Nutzern die Möglichkeit geben, Vorlieben, Informationen und Fotos, ja sogar Freunde zu teilen. Diese Verbindungen heißen im Internet-Slang "Tribe", also Stamm. Seit Mai 2015 können die 28 Millionen Facebook-Nutzer in Deutschland auch Zeitungsartikel direkt und kostenlos auf Facebook lesen. Der Vorteil für Facebook: Mehr Werbeeinnahmen, weil die Nutzer mehr Zeit bei Facebook verbringen. Der Vorteil für die Verlage: Mehr Reichweite und ein Anteil der Werbeeinnahmen. Und die Leser/innen? Die Auswahl des Lesestoffs trifft Facebook. Gezeigt werden Artikel, von denen der Algorithmus errechnet hat, dass sie die Leser/innen interessieren und ihrer Meinung entsprechen, zum Beispiel, weil sie von Freunden gelikt wurden. Sie werden in ihrer Weltsicht bestätigt. Die können sie mit all denen teilen, die denken wie sie. So kann man auch als Minderheit schon mal glauben, man befände sich in der Mehrheit. Information sieht anders aus.

 

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