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Social Media wird zur Dunkelkammer

© t-online.de

 

Hasskommentare, Shitstorms, öffentlicher Pranger. Wer in sozialen Medien unterwegs ist, braucht starke Nerven. Kein Wunder, wenn sich die Kommunikation im Netz, auch die politische Kommunikation, in Privat-Kanäle zurückzieht. „Wir werden in ein paar Jahren über Politik sehr viel weniger öffentlich reden, sondern das geschieht in Messenger-Diensten wie Telegram, WhatsApp, Viper usw., oder in Facebook-Gruppen, die nur für bestimmte Mitglieder geöffnet sind“, sagt Politik- und Digitalberater Martin Fuchs im Interview mit dem Onlinejournal „Internationale Politik und Gesellschaft“ der Friedrich-Ebert-Stiftung. Die digitale Kommunikation zersplittert. Das Netz wird zur Dunkelkammer: Wo sich etwas zusammenbraut, wer, wie im Fall Walter Lübcke, zündelt, wird immer weniger nachvollziehbar. Parteien und die Gesellschaft als Ganzes müssen überlegen, wie sie damit umgehen. Fuchs empfiehlt den Parteien, schlagkräftige Teams von Unterstützern und Sympathisanten zu bilden, die als Vorwarnsystem dienen könnten. Er kann sich zudem vorstellen, dass die Betreiber der Plattformen regelmäßig über die am häufigsten diskutierten Themen berichten, damit Licht in die Dunkelkammer kommt.

 

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