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Das Lachen bei der Lektüre des "Le Canard enchaîné" ist dem französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy vergangen: Die Enthüllungsgeschichten der Wochenzeitung haben dazu geführt, dass Staatssekretäre und Minister zurücktreten mussten, zuletzt die Außenministerin Michèle Alliot-Marie. Das Blatt hatte die familiären und wirtschaftlichen Kontakte ihrer Familie zum inzwischen gestürzten tunesischen Präsidenten Ben Ali aufgedeckt. Doch für französischen Medien wird es immer schwieriger, ihre Wächteraufgabe wahrzunehmen. "Ich wurde in zwei Fällen von Polizei und Geheimdienst illegal überwacht", sagt der "Le Monde"-Journalist Gérard Davet. Ihm und anderen Journalisten, die brisante Affären recherchierten, seien gezielt die Computer gestohlen worden. Der Chefredakteur der Wochenzeitung "Le Canard enchaîné", bestätigt die Vorwürfe. "Beim Inlandsgeheimdienst habe es ein eigens eingerichtetes Team von Computer-Hackern gegeben, die von außen in die Computer der Journalisten eindringen sollten", so Chefredakteur Claude Angeli. "Diese Truppe wurde auf Verlangen von Präsident Sarkozy aufgebaut. Alle unsere Quellen dafür stammen direkt aus dem Inneren des Geheimsdienstes." Während seiner Amtszeit rückte Frankreich auf der Liste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen von Platz 35 (2008) auf Platz 44 (2010). Das Bild zeigt Sarkozy 2002 mit Ministerin Roselyene Bachelot. Er war damals Innenminister.