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Meinungsmacher und Politikflüsterer

© Bundesarchiv_B_145

 

Sie waren die Influencer der analogen Zeit. Sie pflegten enge Kontakte in die Politik. Ihre Namen sind bis heute Legende: Rudolf Augstein (Der Spiegel, auf dem Foto oben mit Willy Brandt 1970), Henry Nannen (Stern), Karl Gerold (Frankfurter Rundschau) oder Axel Springer (Springer Verlag). Sie waren Verleger, Herausgeber und Chefredakteure von Zeitungen und Zeitschriften, deren Lizenzen sie nach dem Zweiten Weltkrieg von den Briten, den Amerikanern oder auch den Franzosen erhalten hatten. Das war mit dem Auftrag verbunden, die Bürger Westdeutschlands publizistisch auf den Pfad der Demokratie zu führen und prägte das verlegerische Engagement. Die Verleger, Herausgeber und Chefredakteure mischten sich hörbar ein und sahen es als ihre Aufgabe an, die Politik nicht nur zu begleiten, sondern sie gelegentlich auch zu korrigieren. Die Printmedien und ihre Chefs waren „Meinungsmacher“, jeder mit einer etwas anderen politischen Ausrichtung. Links, liberal, rechts – die Welt der Medien war klar gegliedert. Die Käufer orientierten sich entsprechend. Der Kauf einer Zeitung oder Zeitschrift wurde zum politischen Statement, das man aufgerollt unter dem Arm tragen konnte.

 

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