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Twitterbild von Michelle und Barack Obama (2012)

Foto: Gabriel Bouys / AFP

 

Kleiner Stupser, große Wirkung. Die algorithmische Revolution verändert die demokratische Meinungs- und Willensbildung radikal. Twitter, Facebook, Google und Co. stellen die Rolle der vierten Gewalt, die der Journalismus ausübt, zunehmend in Frage und mischen z.B. bei Wahlen kräftig  mit. Ein Foto und ein getwittertes "Four more years" machten Barack und Michele Obama 2012 zum Millionenhit in den sozialen Netzwerken. Dass Obama sicher gwinnen würde, hatte Twitterr aufgrund der Analyse von "Tweets" schon früh prognostiziert. 2010 erhielten Millionen Facebook-Nutzer in den USA auf ihrer Facebook-Seite eine Aufforderung, an den Kongresswahlen teilzunehmen. Die Wahlbeteiligung stieg signifikant. "Nudging" lässt sich personalisieren, denn Spuren im Netz lassen Rückschlüsse zu auf politische Einstellungen. Damit werden Algorithmen wahlentscheidend. Studien haben gezeigt, dass allein die Reihenfolge, in der Politiker/innen in den Suchergebnissen auftauchen, Entscheidungen beeinflusst. Mitläufer- oder Gewinner-Effekt nennen Wahlforscher es, wenn Wähler zum vermeintlichen Sieger tendieren. Doch wer ganz oben steht, errechnen Algorithmen und die sind selbstverständlich Geschäftsgeheimnis.

 

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