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Influencer als Lockvögel der analogen Welt

© Gruner + Jahr

 

„Barbara“, „Boa“, „JWD“ oder „Wohllebens Welt“. Der bekannte Name ist Zugpferd und Programm zugleich. Im Mode- und Lifestyle-Magazin „Barbara“ ist es die Moderatorin, Entertainerin, Schauspielerin und Sängerin Barbara Schöneberger. Bei „JWD“ ist es der Schauspieler und Comedian Joko Winterscheidt. Sein Druckerzeugnis – wofür das „D“ im Namen steht – setzt auf Abenteuerlust. Dafür reisen die Reporter nach „janz weit draußen“, z.B. zu einer Mars-Simulation in der Wüste. „Boa“, benannt nach dem Fußballer Jérôme Boateng, steht nach Aussage des Chefredakteurs „für eine Lebenswelt, in der es egal ist, wie du aussiehst und wen du liebst – für eine aufgeklärte Lebenswelt also“. Neuestes Produkt: das Natur-Magazin „Wohllebens Welt“, benannt nach dem Bestseller-Autor Peter Wohlleben, der mit dem Buch „Das geheime Leben der Bäume“ Weltruhm erlangte. Die Sehnsucht nach Subjektivierung und Personalisierung, die Influcencer in den digitalen Medien bedienen, werden so auf ein ganzes Print-Magazin übertragen. „Menschen orientieren sich an anderen Menschen, im Digitalen sowieso“, sagt G+J-Chefin Julia Jäckel, in deren Verlag die Magazine erscheinen. Möglicherweise liegen die Gründe für den Erfolg der Strategie tiefer – in der Suche nach dem richtigen Weg in einer unübersichtlich gewordenen Welt. Wer unsicher ist, neigt dazu, sein Augenmerk darauf zu richten, was andere tun, und macht deren Verhalten zur Richtschnur des eigenen Handelns.

 

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