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Herrschaft per Twitter

© picture alliance / AP Photo / Illustration by Axios, photobyAP

 

Gäbe es einen König von Twitter, könnte er auf seinem Thron sitzen: US-Präsident Donald Trump. Mit 280 Zeichen schafft er es Tag für Tag weltweit in die Schlagzeilen, droht dem Iran indirekt mit „Vernichtung“ und Nordkorea mit „Feuer und Wut“, nennt Prince Charles „Prince of Whales“ (Prinzen der Wale), verdreht die Fakten, lügt und lobt sich selbst. Mit seinen Tweets wendet er sich direkt an seine 60 Millionen Follower. Er umgeht Presse, Funk und Fernsehen, die er wahlweise als falsch oder korrupt bezeichnet. „Ich nutze Social Media nicht, weil ich sie mag, sondern weil es die einzige Möglichkeit ist, gegen eine SEHR unehrliche und unfaire Presse zu kämpfen“, sagt er. Twitter ist, seit der Dienst 2007 eingeführt wurde, aus der amerikanischen Politik nicht mehr wegzudenken. Er spielte schon im ersten Präsidentschaftswahlkampf Barak Obamas eine wichtige Rolle, und immer noch hat Obama fast doppelt so viele Follower wie Donald Trump, obwohl er, Trump, nach eigener Aussage „so viel besser auf Twitter ist als Obama“. Hätten die US einen Twitter-König, hieße er wohl eher Barak Obama. Trump, der die freie Presse denunziert, setzt die Axt an eines der wichtigsten Fundamente der Demokratie.

 

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