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Deep Fake

© Foto: teen Vogue

 

Parkland, Florida 14. Februar 2018. Nach einer Schießerei mit 17 Toten an ihrer High School hat Emma Gonzales genug. Zusammen mit Mitschülern setzt sie sich für schärfere Waffengesetze in den USA ein. Werbewirksam für die Kameras zerreißt sie dafür eine Zielscheibe. Kurz darauf erscheint ein
Video im Netz, in dem sie statt der Zielscheibe die amerikanische Verfassung zerreißt. In rechten Kreisen verbreitet sich das Deep Fake rasend schnell. Das Wort ist eine Kombination aus den englischen Begriffen Deep Learning und Fake und bezeichnet komplexe Computerprogramme zur Manipulation
von Video-Material. Eine weitere Software dieser Art haben Wissenschaftler der Universität Erlangen / Nürnberg, des Max-Planck-Institutes und der Universität Stanford entwickelt. In Echtzeit übertragen sie die Gesichtsmimik eines Menschen lippensynchron auf eine in einem Video sichtbare Person. Im Netz kursiert zudem eine kostenlose App, mit der sich Gesichter in Videos austauschen lassen. Das Video, einst Beweis der Realität, verliert seine Bedeutung. „Das Publikum wird sich daran gewöhnen müssen, dass es auch einem bewegten Bild nicht mehr glauben kann“, sagt Professor Christian Stöcker vom Hans-Bredow-Institut für Medienforschung an der Universität Hamburg.

 

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