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Italiens Ministerpräsident ist der größte Medienunternehmer des Landes. Ihm gehören Fernsehsender, Filmverleiher, Buch- und Zeitungsverlage. Im Oktober 2009 gingen in Rom 350.000 Italiener auf die Straße und demonstrierten gegen den "Informations-Maulkorb" ihres Ministerpräsidenten. Aufgerufen hatte der nationale Journalistenverband FNSI. Auslöser der Prosteste waren Schadensersatzforderungen in Millionenhöhe, mit denen Berlusconi gegen Zeitungen vorgeht, die sich kritisch mit seinen Affären auseinandersetzten. Im EU-Parlament beantragten Sozialdemokraten, Liberale und Grüne 2009 eine Resolution gegen den "Druck und die Einschüchterungen der Presse in Italien durch die Regierung". Mit 335 von 338 Stimmen verfehlte sie die Mehrheit nur knapp.