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Auf dem Weg in die Datendiktatur

© picture alliance / dpa

 

Die Cloud weiß alles. Egal, was die Menschheit umtreibt, in der Cloud ist es gespeichert. Tageszeitungen fragen die Meinungen ihrer Leser ab? Zehntausende liefern freiwillig ihre Daten. Immer mehr Debatten finden in Sozialen Medien statt? Internetkonzerne erhalten mit dem Netzwerkdurchsetzungsgesetz das Recht und die Pflicht, öffentliche Diskurse im Netz zu kontrollieren. Wo gibt es Sorgen und Nöte, wo ballt sich Unmut zusammen? Wo entwickeln sich Krisen? Jeder Klick im Netz fügt neue Informationen hinzu und steigert die Macht der Unternehmen, die über diese Daten verfügen. Entscheidungen werden zunehmend datengesteuert, ob beim Konsum oder in der Freizeit. Algorithmen und künstliche Intelligenz sorgen für evidenzbasierte Entscheidungen, beim Sport, im Beruf, in der Medizin. Warum sollten sie nicht auch helfen, „gute” politische Entscheidungen zu treffen und den Lauf der Welt optimieren? „... man könnte regieren wie ein weiser König, der mit einer Art digitalem Zauberstab die gewünschten wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Ergebnisse quasi herbeizaubert“, schreiben Dirk Helbing und andere und in ihrem Digital-Manifest und warnen: Der Preis ist die Autonomie des Individuums, die freie Willensentscheidung, die Privatsphäre. Auf die demokratische Gesellschaft folgt die digitale Diktatur.

 

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