Dr. Michael Haller ist Professor für Allgemeine und Spezielle Journalistik an der Universität Leipzig und geschäftsführender Leiter der Abteilung Journalistik.
"Um die redaktionelle Unabhängigkeit der Zeitungen mit SPD-Beteiligung nachzuweisen, beauftragte die DDVG den Leipziger Kommunikationswissenschaftler Michael Haller mit einer Untersuchung. Haller verglich dabei die Berichterstattung über den SPD-Bestechungsskandal in Köln und über die "Stern"-Vorwürfe gegen die CSU im Zusammenhang mit der Parteispendenaffäre. Verglichen wurden die Inhalte von Zeitungen mit SPD-Beteiligung - "Hannoversche Allgemeine Zeitung", "Sächsische Zeitung" und "Leipziger Volkszeitung" - mit der Berichterstattung dreier Regionalzeitungen ohne Parteianteile sowie der "Welt". Haller kam zu dem Schluss, die Zeitungen mit SPD-Beteiligung hätten keine kritische Berichterstattung über die SPD unterdrückt. Sie würden zum Teil die SPD sogar kritischer behandeln als vergleichbare andere Regionalzeitungen. Auch eine verstärkte Kritik an der CDU/CSU könne nicht festgestellt werden, so Haller. Sein Fazit: 'Der unterstellte Einfluss der SPD auf die politische Linie der Blätter erweist sich als Phantasiegebilde.'"
aus: ver.di <<M>> - Menschen - Machen - Medien: Berlusconi von links?, Archiv, 2003, 03, Print.
Prof. Dr. Michael Haller: Die Medienbeteiligungen der SPD. Falsche Behauptungen